Vera und Jens von Vrej Brands

Vera und Jens vom Desigbüro vrej über Design, Marken und Gründer:innen

Vera Schäper und Jens Rehling betreiben das Kommunikations- und Designbüro vrej in Köln. Die beiden sind inzwischen nicht nur seit mehreren Jahren mit ihrem Büro unsere Nachbarn, sondern haben zuletzt auch Maßgeblich am Rebranding und Relaunch unseres Köln-Projekts “Auf ein Kölsch!” mitgearbeitet. Mit ihren Ideen und Know-How tragen sie also einen großen Anteil daran, dass auch “Auf ein Kölsch” (Auf ein Kölsch ist zurück!) im Jahr 2021 angekommen ist.

Neben ihrem Designbüro vrej haben sie jetzt auch die vrej Gründungs-Workshops an. Das Markenprojekt richtet sich an gründende Startups, Freiberufler, Soloselbstständige und kleine Unternehmer, die sich eine hochwertige Marke in relativ kurzer Zeit aufbauen wollen. Weil wir das Projekt selber feiern und wissen, wie gut die Arbeit von Vera und Jens ist, haben wir sie zum digital Plausch eingeladen.

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Hallo Vera, Hallo Jens. Verwirrend dass wir uns jetzt auch noch digital  begenen und nicht mehr nur auf dem Flur 😉 Wie geht es Euch?

Jens: Gut gehts, Euch hoffentlich auch!
Vera: Ich bin froh, dass endlich die Sonne scheint. Also gut 🙂

Wie lange betreibt ihr das Designbüro vrej jetzt eigentlich schon und helft dabei Marken visuell darzustellen?

Jens: Vera und ich kennen uns tatsächlich schon eine Weile. Bis 2018 haben wir beide zwar selbstständig aber allein gearbeitet. Die klassische One-Man/Woman-Show halt. Bei einer Pizza haben wir dann fast zufällig festgestellt, wieviele Gemeinsamkeiten und positive Unterschiede wir haben. Der Gedanke, sich zu einer Agentur zu vereinen hat uns danach nicht mehr losgelassen. Seit 2018 sind wir nun gemeinsam am Start. Unsere Kunden profitieren von einer Menge Erfahrung, die wir im Laufe der Zeit sammeln konnten. Im Kreativ-PingPong entwickeln wir Antworten auf alle konzeptionellen und visuellen Herausforderungen, die unsere Kunden haben. Dabei haben wir immer das Kunden- oder Projektziel vor Augen, wägen ab und diskutieren gern auch mal konstruktiv kritisch. So fokussiert schaffen wir punktgenaue Lösungen die unsere Kunden glücklich machen. Und das freut widerum uns.

Vera und Jens von vrej Brand
Vera und Jens haben neben ihrem Designbüro vrej. jetzt auch das Design-Produkt vrej Brands gelauncht

Vera: Im Bereich Corporate Design arbeiten wir beide seit über 15 Jahren. Als vrej zusammengeschlossen haben wir uns 2018 und ergänzen uns seitdem. An vielen Stellen sind wir ganz unterschiedlich, gehen die Dinge anders an, das ist für den Designprozess sehr bereichernd. In unseren Kernwerten stimmen wir aber überein, was die Zusammenarbeit dann wieder so wunderbar macht. Wir müssen keine Grundsätze diskutieren 😉

Wie seid ihr auf die Idee zu Gründungs-Workshops gekommen?

Vera: Wir hatten immer wieder Anfragen von tollen Gründerinnen oder Start Ups für eine Corporate Designausstattung, ein Logo, eine Webseite und hätten super viel Lust auf diese Jobs gehabt. Für viele waren unsere Angebote aber schlichtweg zu teuer. Und das war für uns auch total nachvollziehbar – wir sind ja selbst noch nicht weit von der Gründung entfernt und wissen wie schwer es ist am Anfang Geld in die Hand zu nehmen. Darum haben wir ganz detailliert analysiert wo unsere Zeiten bei einem solchen Job landen und an welchen Stellen wir das vielleicht verkürzen könnten. Das war der Grundstein für die Brand Pakete.

Jens: Da wir uns seit langem mit Designprozessen beschäftigen wissen wir, wieviel kreatives  Engagement hinter guten Kreativleistungen steht. Selbstverständliches Design wirkt oft eingängig und für jedermann verständlich, Dahinter steht aber immer ein Entwicklungsprozess. Durch die Verschlankung dieser Prozesse konnten wir unsere Leistungen so bündeln, das wir gründenden Personen ein professionelles Erscheinungsbild erstellen. Wir haben das an der Stelle ganz bewusst noch im Umfang reduziert, denn oft haben Kunden den Wunsch, Medien zu erstellen, obwohl sie noch gar nicht wissen, ob sie die überhaupt einsetzen werden. Der Flyer-Reflex. Aber was bringt eine Vollausstattung, wenn Du damit nicht die Zielgruppe erreichst? Eine Kapelle, die gegen den Wind spielt, wird am Ende auch nicht gehört. Wir richten daher das Augenmerk auf das professionelle Fundament der neuen Marke. Wenn das stimmt, haben die Ideen der Gründenden aus Markensicht das Potential zu wachsen. Dann lohnt sich auch eine gezielte Erweiterung, weil dann auch der Bedarf klarer ist als zu Beginn.

Wie unterscheidet sich Eure Arbeit und die Herangsehensweise an Projekte bei vrej Brand Workshops im Vergleich zu Eurer Arbeit als Designbüro?

Im Designbüro vrej von Vera und Jens

Vera: Gar nicht mal soooooo viel. Wir bündeln in dem Paket eben alles, was sich sonst über Wochen oder gar Monate zieht. Wer zu unserem Workshop kommt hat im Vorfeld schon alle für uns wichtigen Informationen zusammengetragen. Das spart schonmal Zeit. Ausserdem sparen wir uns Aussentermine, Fahrzeiten und vor allem Präsentationsaufbereitungen. Wir erarbeiten sonst nochmal sehr ausführlich wie wir welche gestalterische Entscheidung abgeleitet haben. Das fällt hier raus. Und klar – der Gestaltungs- und auch Entscheidungsprozess ist deutlich verkürzt. In diesem festgelegten Zeitfenster wird entwickelt, nicht mehr und nicht weniger. Im weiteren Step wird entschieden und nicht aufgeschoben, drüber geschlafen, mit anderen diskutiert 

Im wesentlichen unterscheidet sich die Arbeit also darin wie häufig wir das Design wieder und wieder anfassen. Das ist bei bestehenden Unternehmen durchaus wichtig, richtig und sinnvoll, verschlingt aber eben auch viel Zeit.

Darum ist unser Angebot auch ganz ausdrücklich für Gründerinnen und Gründer gedacht, denen auch daran gelegen ist zügig loszulegen.

Jens: Ja genau. Wir schaffen eine gute Basis. Qualitativ gut und im ersten Step völlig ausreichend. Wir sehen das als faires „come in“ für Gründer*innen. Auch wenn die Designleistung im Vergleich zur üblichen Herangehensweise gedrosselt ist, steht dahinter immer noch professionelles Design und ne Menge Erfahrung, von der die Leute profitieren.

Das Besondere ist sicher der Workshop-Charakter, in dem wir die Ideen unserer Kunden aufnehmen und sie gemeinsam im intensiven Austausch unmittelbar formen. Wir besprechen, wir klären, wir setzen direkt um. Dabei nehmen wir die Leute an die Hand und führen Sie durch den Prozess. Wir vermitteln viel Wissen, das die Idee nochmal klarer sortiert und einen späteren selbstverständlichen Umgang mit der eigenen Marke unterstützt. Man kann sich im standby-Modus gezielt fokussieren. Wichtig ist sich noch zu erwähnen, das bei Bedarf natürlich immer mehr möglich ist. Braucht man mehr, bekommt man auch mehr. Wir wollen Partner auf lange Sicht sein, mit dem man Stück um Stück wachsen kann.

Bei Fotografien gibt es ja einen Stil. Wie ist das bei Design würdet ihr sagen ihr arbeitet in einer speziellen Disziplin besonders gut, wo liegen Eurer Meinung nach die Stärken Eurer eigenen Designarbeit? Verständlichkeit, Geradlinigkeit?

Jens: Klar, jeder hat irgendwo seinen Stil und seine Herangehensweise. Mit unserem Design schaffen wir ja auch einen Wertekonsenz zwischen uns und dem Kunden. Dieser wiederum mit sich und seiner Zielgruppe. Daher wollen wir für unseren Stil wahrgenommen werden, weil wir den auch beherrschen. Insgesamt arbeiten wir gerne reduziert und nah am Inhalt. Wir machen Identitäten, Prozesse und Attribute von Menschen, Produkten und Dienstleistungen sichtbar. Wir machen Inhalte verständlich. Komplexes machen wir einfach. Gerne mit einer individuellen Note, denn das schafft Wertigkeit, Aufmerksamkeit und Eigenständigkeit.

Oft fordern Kreative ja eigentlich mehr Zeit bei der Entwicklung von Ideen. Ihr geht den umgekehrten Weg und setzt Euch und Euren Kunden bzw. Kooperationspartnern ja ein enges Zeitfenster, wieso?

Vera: Kennst Du Pareto? In 20% der Zeit schafft man 80% des Ergebnisses. Für die letzten 20% braucht man 80% der Zeit… Da ist was dran. Wir sind überzeugt davon, dass ein gutes Design seine Zeit braucht, aber auch wachsen darf. Viele Fragen sind am Anfang noch unklar und kristallisieren sich mit der Zeit heraus. Darum ist es uns wichtig ein gutes Design-Grundgerüst zu erstellen auf das dann bei Zeit aufgesetzt werden kann, wenn nötig. Wir haben dabei im Blick, dass wir die richtigen Weichen stellen, behalten aber die Flexibilität das Design weiterentwickeln zu können.

In 20% der Zeit schafft man 80% des Ergebnisses. Für die letzten 20% braucht man 80% der Zeit. Da ist was dran.

vrej Brand

Außerdem liebe ich es am Ende eines Tages zu sehen was man da alles geschaffen hat. Das macht einfach so viel Spaß und bringt unseren Kund*innen die Chance danach direkt loslegen zu können. Das fühlt sich einfach gut an. 

Jens: In der Gründungsphase steckt man ganz automatisch tief in der eigenen Materie. Man setzt sich einmal ganzheitlich mit sich und seiner Idee auseinander, alles ist frisch, voller Elan und die Menschen sprühen vor Ideen und gesundem Idealismus. Diese Aufbruchstimmung nehmen wir auf und lassen uns davon gerne anstecken. Wir fangen diese positive Energie ein und sortieren sie dahin, wo sie hingehört. Durch eindeutig festgelegte Prozesse und eine gute Vorbereitung der Kund*innen können wir uns auf das Wesentliche konzentrieren und sind supereffektiv. Das zahlt sich für die Gründer*innen unmittelbar aus, da sie kurzfristig und von Beginn an professionell ausgestattet sind und loslegen können. Das wird natürlich auch von der Zielgruppe wahrgenommen, denn man hat dort von Anfang an ein besseres, wertigeres und vertrauenswürdiges  Erscheinen. Es lohnt sich daher in diesen Auftritt zu investieren, da ein erster „gebastelter“ Auftritt doppeltes Potential benötigt, um im Nachhinein korrigiert zu werden.

Julian von #eintageinwerk hat in der ersten Episode des Formats (→ Episode 1 von #eintageinwerk) ganz passend gesagt “Man kann in einem Tag sehr viel schaffen, wenn man ihn gut vorbereitet” – stimmt das?

Vera: Absolut. Vorbereiten, hatte ich ja schon erwähnt, muss auch unser*e Kund*in. Aber auch nicht so viel, dass man damit überfordert sein könnte. Wir als vrej haben dagegen sehr viel vorbereitet. Wir haben den Workshop-Prozess immer und immer wieder durchlaufen, getestet und geschaut wo wir verschlanken können und wo nicht. Das war anstrengend und manchmal sind wir auch zwei Schritte vor und fünf zurückgegangen, aber jetzt haben wir eben ein wirklich durchdachtes Produkt, was wir mit großer Freude verkaufen und bei dem wir hinter jedem Schritt stehen.

Jens: Vera hat es ja schon gesagt: Vorbereitung ist bei uns das A&O und sehr essentiell. Wir fragen frühzeitig die Infos ab, die man am Ende auch braucht. Denn: sie werden gebraucht! Auch wenn es wenig inspirierend ist Telefonnummern und ähnliches zu beantragen. Frühzeitig kümmern heißt, sich frühzeitig den Weg freizuräumen. Das bedeutet für unsere Kund*innen, bereits vor dem Workshop richtig loszulegen, um wesentliche Informationen zu beschaffen. Wer unsere Pakete bucht, erhält dazu vorab ausführliche Infos, was an Inhalten und Infos mitgebracht werden muss. Dazu findet man in unseren FAQs auf der Website Antworten oder vereinbart mit uns einfach ein unverbindliches Gespräch, in dem wir gern individuelle Fragen klären.

Wer kann von Euren Brand Workshop-Paketen am meisten profitieren?

Jens: Leute mit Idealismus, Enthusiasmus, einer guten, durchdachten Idee und dem ernsthaften  Willen, in die Selbstständigkeit zu gehen. Diese oder ähnliche Potentiale gut und glaubwürdig verpackt haben die Chance, erfolgreich zu sein und zu wachsen. Wichtig ist natürlich auch die Überzeugung, das eine gute Idee auch gut und angemessen visualisiert werden muss. Denn es ist schade, wenn bei einer Idee mit hohem Potential bei der Konzeption und dem Design  vermeintlich gespart wird. Denn hier spart man am falschen Ende, das nimmt auch die Zielgruppe wahr, auch, wenn Sie dieses Gefühl vielleicht nicht en Detail beschreiben kann.

Vera: Wer gegründet hat muss sich präsentieren. Ich glaube die Option ohne vernünftige Webseite im Netz als Unternehmer ernst genommen zu werden müssen wir gar nicht mehr diskutieren.

Wer das also verstanden hat und sich damit 1. nicht lange aufhalten will und 2. trotz überschaubarem Budget einen professionellen, passenden, vertrauenswürdigen und authentischen Auftritt möchte, der ist bei uns genau richtig.

Und wenn es komplexer wird, oder die Budget größer oder jemand mehr Zeit braucht, dann kann er Euch an vrej als Designbüro wenden?

Jens: Ja klar! Auch wenn wir unsere Angebote in Pakete gefasst haben, ist danach ja nicht Schluss! Wir wollen Menschen am Anfang mit dem Grundbedarf ausstatten. Braucht jemand mehr, bekommt er auch mehr. Das ist dann aber oft so individuell, das wir das nicht in den Standard-Paketen abbilden können. Hier lohnt es sich vorab mit uns zu sprechen, damit wir den Bedarf abklären und dann gesondert anbieten können. Wir möchten mit den Kund*innen gerne einen langfristigen Weg einschlagen, und sind auch nach den Brandpaketen gerne Ansprechpartner, wenn es um die Weiterentwicklung der Marke geht.

Ihr bietet aktuell drei Pakete in zwei verschiedenen Preisklassen an? Könntet ihr mal erklären, wo die Unterschiede liegen?

Vera: Mit dem Brand Basic legen wir das Fundament. Alle gestalterischen Entscheidungen, sowie Markenfragen werden hier geklärt und entwickelt. Am Ende des Brand Basic haben wir das Logo, sowie ein Mini Corporate-Design und eine Geschäftsausstattung entwickelt. Dieser Schritt ist notwendig um im Brand Up Paket innerhalb eines Tages eine Webseite entwickelt, gestalten und umsetzen zu können. Du kannst also Brand Basic ohne Brand Up buchen. Um das Brand Up buchen zu können musst Du aber ein Brand Basic gemacht haben oder aber bereits ein bestehendes Corporate Design mitbringen mit dem wir arbeiten.

Das Brand Pack ist die monetäre Vergünstigung, wenn Du beides auf einmal kaufst. Dann sparst Du nämlich nochmal 250 €. Dieses Paket wird bisher von uns am meisten verkauft 🙂 

Könnt ihr schon was zeigen? Gibt es schon Ergebnisse, auf die ihr besonders stolz seid und die man sich im World Wide Web angucken kann?

Jens: Bei den Gründungspaketen sind wir aktuell noch recht frisch und im Aufbau. Trotzdem gibt es hier schon erste Arbeiten zu sehen. Schaut einfach mal auf unsere Webseiten (vrej-brand.de / vrej.de), auf Instagram oder Facebook. Hier kann sich jeder einen Eindruck unserer Arbeiten bzw. Unseres Stils verschaffen. 

Achja, eine Frage, die ich mir schon immer Stelle. Was soll vrej eigentlich bedeutet? Hab alles ausprobiert, Rehling Jens, Vera. Aber irgendwie finde ich es nicht heraus 😉

Vera: Hahahah! Du bist auf einem guten Weg! Das V kommt aus Vera und das J aus Jens, soweit schonmal richtig. Der Rest ist Kunst ;-). Ein neu geschaffener Begriff, der unsere Identität darstellt. Die Nähe zum Wort „frei“ (und so wird es auch ausgesprochen) ist dabei bewusst gewählt. Denn so arbeiten wir gerne. vrej.

Jens: Ja, es ist unsere Art zu arbeiten. Frei! Frei denken, anders denken, unkonventionell und mutig um die Ecke denken, um Mehrwerte zu entdecken, die sonst verborgen bleiben würden. Das ist unser Anspruch, unser Wunsch zu arbeiten. Ganz einfach frei.

Vielen Dank Vera und Jens für Eure Einblicke und ganz viel Erfolg mit dem neuen Produkt, dem Konzept und viel gutes Feedback wünschen wir Euch.

Vera und Jens bei vrej
Jens und Vera vom Design & Kommunikations Büro vrej. bei der Arbeit in ihrem Kölner-Office

Fotos © Hanna Witte

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